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Bahnengolf: Michael Becker holt Bronze-Medaille bei der Deutschen Meisterschaft

Einen sensationellen Erfolg feierte Michael Becker von der Bahnengolf-Abteilung als er bei der Deutschen Meisterschaft 2016 im System Cobigolf in Rauschenberg vom 18. bis 20. August den Dritten Platz in der Kategorie Herren erreichte.Bereits am Samstag vorher zeigte er beim Wohra-Pokal, der auf derselben Anlage ausgetragen wurde wie die DM und als Vorbereitungsturnier dient, eine ansprechende Leistung und erreichte mit den Rundenergebnissen 24 – 29 – 24 – 32 und somit einem Durchschnitt von 27,25 Schlägen pro Runde immerhin schon einen guten Platz im Mittelfeld.

Die verbleibenden Tage bis zur Deutschen Meisterschaft nutzte der Weiterstädter für ein ausgeklügeltes und intensives Training und startete am Donnerstagmorgen zwar nervös aber gut vorbereitet ins Turnier. Die erste kleine Sensation gelang dem Weiterstädter dann direkt am ersten Turniertag, als er nach vier soliden Runden mit 26 – 25 – 25 – 25 plötzlich das Feld anführte. Zwei der Titel-Anwärter hatten sich mit jeweils einer 30er-Runde an diesem ersten Turniertag zunächst etwas weiter nach hinten katapultiert.

Als Michael Becker am Freitag auf die Anlage kam war ihm die Nervosität sichtlich anzumerken, trotzdem spielte er zunächst drei weitere anständige Runden mit 27 – 26 – 25 bevor er in der letzten Runde des Tages eine 30 aufs Eternit brachte und somit am zweiten Turniertag 7 Schläge mehr als am Tag zuvor benötigte. Durch gute Leistungen der Konkurrenz und die 30 Schläge in Runde 8 war der Weiterstädter nach dem zweiten Turniertag auf Platz 3 zurück gefallen, zudem hatte er nur noch einen einzigen Schlag Vorsprung vor Platz 4.

Die Deutsche Meisterschaft geht zunächst über neun Runden, danach geht es für die drei Besten weiter in die Finalrunde, für die anderen Teilnehmer ist nach Runde neun das Turnier beendet. Somit war am Samtagmorgen die Spannung groß, ob der Außenseiter aus Weiterstadt es schaffen würde seinen knappen Vorsprung von einem Schlag in Runde neun zu halten und tatsächlich ins Finale einzuziehen. Nachdem Michael Becker in Runde neun die Bahn 16 absolviert hatte verlies gerade sein Kontrahent auf Platz 4 die Anlage. Ein Zuschauer "informierte" den Weiterstädter, dass sein Kontrahent die Runde mit einer 24 beendete. Michael Becker hatte zu diesem Zeitpunkt, nach 16 Bahnen, 11 Asse (Hole in one, d.h. ein einziger Schlag für die Bahn) und an fünf Bahnen eine Zwei im Spielprotokoll stehen. Um den Vorsprung von einem Schlag über die Runde zu retten war es also erforderlich von den beiden verbleibenden Bahnen zumindest noch eine mit einem Ass zu beenden und die andere nicht schlechter als mit einer Zwei zu spielen. Da die Bahn 18 eine seiner beiden Problembahnen war und er im Turnierverlauf dort bereits mehrere Dreien gespielt hatte war die Taktik für die beiden verbleibenden Bahnen klar: ein Ass an Bahn 17 spielen um dann an der letzten Bahn mit einer Zwei den Vorsprung zu retten. Mit einem guten Schlag gelang es dem Weiterstädter tatsächlich ein Ass an Bahn 17 zu erzielen und sich damit gute Chancen für den Einzug in die Finalrunde zu bewahren. Nachdem Michael Becker an Bahn 18 im bisherigen Turnier eine sehr schlechte Bilanz mit bereits mehreren Dreien hatte spielte er deshalb den Ball diesmal einfach ohne Chance auf ein Ass durchs Hindernis in den Endkreis und hatte mit dem dann folgenden Putt über eine kurze Entfernung keine Probleme. Die Zwei an Bahn 18 bedeutete seinen sechsten Fehler in dieser Runde und somit 24 Schläge, die auch sein Konkurrent auf Platz 4 wenige Minuten vorher ebenfalls vorgelegt hatte. Michael Becker zog somit tatsächlich mit einem einzigen Schlag Vorsprung in die Finalrunde der besten Drei ein, in der er mit 4 Schlägen Rückstand auf Platz zwei sogar noch Minimalchancen auf den Titel als Vize-Meister hatte.

Die 24 in Runde neun war Michael Beckers bisher beste Runde in diesem Turnier und er hoffte darauf, eine ähnlich gute Leistung in der Finalrunde zu zeigen. Leider war seine Leistung an diesem Samstagmorgen nicht konstant genug und er spielte zum Abschluß eine mäßige 29 mit der er seinen Konkurrenten auf den Plätzen eins und zwei nicht gefährlich werden konnte. Der Weiterstädter benötigte am Ende 262 Schläge für zehn Runden und somit einen Schnitt von 26,2 Schlägen pro Runde. Zweiter wurde Dustin Raffler mit insgesamt 255 Schlägen und Thomas Barke mit 252 Schlägen, beide vom 1. Essener CGC Blau Gold. Trotz der 29 Schläge in der Finalrunde freute sich der Weiterstädter sichtlich über den erreichten Dritten Platz, der bisher den größten Erfolg in seiner Laufbahn als Bahnengolfer darstellt.

Beim Cobigolf handelt es sich um eine Form des Minigolf bzw. Miniaturgolf bei der zunächst durch ein kleines Törchen gespielt werden muss bevor das Hindernis überwunden wird. Bei der Deutschen Meisterschaft System Cobigolf handelt es sich dementsprechend um eine Meisterschaft bei der sowohl die Qualifikation als auch die Meisterschaft selbst auf eben diesem System Cobigolf ausgetragen wird. Leider gibt es mittlerweile in Deutschland nur noch weniger als 10 Plätze mit Cobigolf-Anlagen. Da es zumindest in Deutschland fünf verschiedene Bahnsysteme gibt existieren die System-spezifischen Deutschen Meisterschaften. Am weitesten verbreitet sind die beiden Systeme Minigolf (bspw. in Arheilgen oder Bensheim) und Miniaturgolf (z.B. in Weiterstadt). Um so größer ist die Freude bei den Weiterstädter Bahnengolfern, dass nun eine Trophähe auf dem für uns eher exotischen Bahnsystem Cobigolf geholt werden konnte. Wer Interesse an der faszinierenden Sportart Bahnengolf hat findet weitere Informationen im Internet unter http://www.bahnengolf-weiterstadt.de und ist herzlich dazu eingeladen einfach mal im Training vorbei zu schauen oder vielleicht auch das Minigolf-Leistungsabzeichen zu absolvieren.


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